Kammerchor St. Veit / Glan hieß die von Norbert Artner im Jahr 1946 gegründete Singgemeinschaft. Dank Artners Können und Begeisterungsfähigkeit erwarb sich der Chor bald kärntenweit und sogar über die Landesgrenzen hinaus einen beachtlichen Ruf. Erst nach dem frühen Tod des Liederkomponisten und späteren Direktors des Kärntner Landeskonservatoriums nahm der Chor den jetzigen Namen - Kammerchor Norbert Artner - an.
Die ersten Gurker Domkonzerte fanden im Jahre 1968 statt und wurden seit damals nahezu ohne Unterbrechung alljährlich zur Aufführung gebracht. Die Konzerte waren ausschließlich geistlichen Inhalts wie z.B. „Messias“ und „Judas Makkabäus“ (G. F. Händel), „Die Schöpfung“ (J. Haydn), „Stabat Mater“ (G. Rossini), „Ein deutsches Requiem“ (J. Brahms). Die großartige Musik des „Requiem“, Mozarts letztem Werk, erklang schon mehrmals in Gurk. Nach der Fusion mit dem „Ensemble cantoViel“ unter der Leitung von Herwig Wiener-Püschel wurden im Rahmen der Gurker Domkonzerte 1996 „Geistliche Chormusik der Romantik“ dargeboten. In den letzten Jahren wurden neben Händels „Messiah“ seine „Coronationation Anthems“ , Vivaldis „Gloria“, J.S. Bachs Motette „Jesu meine Freude“ vor allem auch Kompositionen des 20. Jahrhunderts zu Gehör gebracht, so das Dresdner Requiem von Rudolf Mauersberger als österreichische Erstaufführung, oder auch der Chorzyklus „Der Weg Jesu – Kreuzweg“ von Herwig Wiener Püschel. Wegen des Fehlens einer entsprechenden Orgel in Gurk mußte für die Durchführung der Konzerte „Geistliche Chromusik der Romantik“ 2007 nach Friesach, Villach und Millstatt ausgewichen werden.
Als Kontrast zu den geistlichen Konzerten gab es Chorkonzerte aus den verschiedensten musikalischen Sparten. wie 1996 „Von Gershwin zu den Beatles“ “, 1997 „Don’t worry – be happy!“ und im Jahr 1999 „Vokale Tanzmusik“ mit gesungenen Tanzliedern aus der Renaissance bis in die Moderne oder „con amore“ (2000) mit Liebesliedern aus aller Welt. In den letzten Jahren wurde bei diesen vielseitigen Chorkonzerten der Bogen von der Musik Lateinamerikas bis zu Swing-Pop – Latin gespannt, und im Jahr 2008 Jahr hat sich der Chor intensive mit Volksliedern einst und jetzt aus allen Kontinenten auseinandergesetzt.
Der Chor arbeitet auch sehr gerne mit anderen Chören zusammen, so wurde mit dem Lehrerchor Villach und Mitgliedern des Vokalensembles Völkermarkt Bruckners „Te Deum“; Mendelssohn – Bartholdys „Der 42.Psalm, Verdis „Quattro Pezzi Sacri“(2001) und Mendelssohns „Elias“ (2003) aufgeführt. 2005 folgte mit dem Oberstufenchor des Musikgymnasiums Viktring Vivaldis „Gloria“, und Händels, „Coronation Anthems".
Die ca. 40 Mitglieder des Ensembles kommen nicht nur aus dem St. Veiter Raum, sondern mittlerweile aus ganz Kärnten zum Probenabend in die Musikschule St. Veit, bei größeren Chorprojekten muss aus Platzgründen auch an andere Orte ausgewichen werden. So sei an dieser Stelle sehr herzlich den Direktoren des ORG St. Ursula, Klagenfurt und des BG Villach- St. Martin für die Probemöglichkeiten gedankt.
Chorleiter des Kammerchores Norbert Artner:
Norbert Artner: 1946 - 1972
Werner Gruber: 1972 - 1981
Sieglind Posch - Dimai: 1981 - 1990
Klaus Kuchling: 1990 - 1996
Herwig Wiener Püschel: 1996 - heute
Die Obmänner des Kammerchores Norbert Artner:
Siegfried Sames: 1954 - 1956
Hermann Kulterer: 1956 - 1960
Wolfgang Zedrosser: 1960 - 1962
Erich Madritsch: 1962 - 1976
Gert Stromberger: 1976 - 1990
Wolfgang Wiener: 1990 - 1992
Gert Stromberger: 1992 - 1996
Peter Dolschak: 1996 - 2001
Hannes Gailer: 2001 - 2010
Josef Dolezal: seit 2010
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